Aufzucht

Bei uns leben alle Hunde im Haus und natürlich werden auch die Welpen dort großgezogen. Sie wachsen also mit allen Haushaltsgeräuschen und zusammen mit unserem Rudel auf. Anfangs sind sie noch im Wurfzimmer, später erkunden sie das komplette Haus. 
Für die Kleinen und Großen gibt es einen extra Innen- und Außen Spielplatz zusätzlich zu unserem 3.500 m2 großen Gelände mit Mini Teich, Wiese und kleinem Wäldchen auf einem Hügel. Mit 3 Wochen machen die Welpen bereits den Umkreis ihrer Wurfbox unsicher und spätestens in der 4. Woche geht es dann raus in den Garten zum Entdecken. Zu diesem Zeitpunkt lernen sie auch Kinder kennen von ca. 6-14 Jahren. Diese kommen wöchentlich 1-2x vorbei und kuscheln mit den Welpen. Natürlich lernen sie diverse Untergründe kennen, haben Spielzeug und Kuscheltiere und zudem Spielgeräte wie Wippe, Bällebad, Wasser, Brücke, u.v.m. Ab der 6. Woche unternehmen wir Ausflüge wie z.B. in ein Tiergeschäft, zum Tierarzt, auf einen Bauernhof und in unterschiedliche Umgebungen. In der 7. Woche bekommen unsere Welpen ihre DOK Augenuntersuchung, Chip und Gesundheitsattest. Mit Anfang der 9. Woche dürfen sie für gewöhnlich ausziehen. 
Dann kennen sie schon vieles, sind oft schon fast stubenrein, mehrfach Auto gefahren, kennen Geschirr und Leine, haben viele Menschen und Tiere erlebt und Unmengen guter Erfahrungen gemacht. Sie sind gewappnet für ihr weiteres Leben.

Welpen kuscheln - ab der 4. Woche 1-2x wöchentlich

Tierarztbesuch

Hier merkt man dann, warum es so wichtig ist, bereits die Kleinen daran zu gewöhnen, sich überall anfassen und hochheben zu lassen. Zudem sollen sie auch mal stillhalten können und sich durch meine Berührung sicher fühlen, wenn sie aufgeregt sind. Auch eine unbekannte Umgebung und fremde (wenn auch sehr freundliche Menschen) sollte sie nicht ausflippen lassen. Das mache ich mit allen Welpen im Grunde von Geburt an und verstärkt ab der 5. Woche da in der 7. Woche der Besuch beim Tierarzt ansteht mit Augenuntersuchung, Gesundheitscheck und Chip. In der 8. Woche werden die Welpen dann geimpft. Auch für später zahlt sich diese solide Basis aus, muss aber selbstverständlich von den neuen Hundebesitzern fortgeführt und gefestigt werden.

Auto fahren


Die erste längere Autofahrt geht bei uns zum Tierarzt. Die Welpen kennen bereits Boxen in verschiedenen Größen und Ausführungen aus ihrem Auslauf und Hundezimmer und nutzen sie gern als Rückzugsort. Sie haben ab der 6. Woche auch schon 1-2 kurze Fahrten von wenigen Minuten hinter sich. Deshalb funktioniert die 40minütige Fahrt zum Tierarzt meist schon sehr gut. Die Mutterhündin ist natürlich dabei und hilft, da sie selbst entspannt ist. Insgesamt verbringen alle ca. 1,5 Stunden, während die Augentropfen wirken und bis jeder dran gekommen ist, im Auto in der Box. Mit Hin- und Rückfahrt sind das fast 3 Stunden. Eine enorme Leistung für die kleinen Mäuse.

Ernährung

Die Elterntiere erhalten die beste Ernährung und die Welpen natürlich auch. Ab der 4. Woche gibt es BARF, also frisches Fleisch, Gemüse und Obst, gute Öle. Dazu zum knabbern ein paar Hühnerfüße und Putenhälse. Die Kleinen sind sofort verrückt danach. 

Unterstützung für die Hündinnen

Neben der vielen Zeit, die ich mit den Mamas und Welpen verbringe, gibt es auch regelmäßig Massagen und Kuscheleinheiten. Zudem steht nach dem Auszug der Welpen auch gleich ein Besuch bei der Physiotherapeutin an, da es eine anstrengende Zeit war und es die eine oder andere Verspannung gibt, die dann aber schnell gelöst werden kann.

Warum mache ich die Dinge so, wie ich sie mache? 

Ein buntes Sammelsurium - meine Meinung und Erfahrung

Warum Hausaufzucht?

Weil ich nur dann so gut wie immer da sein kann für meine Hundemütter und die Welpen. Weil ich vieles verpassen würde, wenn ich nur ab und zu mal vorbeischauen würde. Und weil das noch weitere unschätzbare Vorteile hat, wie z.B. die Gewöhnung an einen menschlichen Alltag, also auch ein richtiger Rhythmus mit aktiven und Ruhephasen und natürlich eine Gewöhnung an die entsprechenden Geräusche. Da fällt auch mal was runter, der Staubsauger gehört dazu, die Waschmaschine rappelt. Und die Kleinen lernen auch ziemlich gut, das sie nicht alles annagen dürfen. Da ist so viel da bin, kann ich das gleich korrigieren und natürlich Ersatz anbieten. Und sie gucken sich viel von den Großen ab.

Warum Barfen?

Ganz klar: Tolles, weiches, glänzendes Fell, weiße Zähne und guter Atem, wenig 'Hundegeruch' auch bei nassen Hunden, dann natürlich gesund und artgerecht für den Hund und (das spricht kaum jemand an) hinten kommt wenig raus und es stinkt auch nicht so. Einfach mal vergleichen :).

Warum ist ein Rudel wichtig?

Die Hundemamas fangen ca. ab der 5. Woche mit Erziehung an, d.h. die Kleinen kriegen auch mal deutlicher gesagt, dass die Milchbar nicht ständig geöffnet ist, das Mamas Ohren nicht zum Fressen schön sind etc. Manche Mütter spielen auch nicht wirklich mit den Welpen - aber wofür hat man Tanten und die Junghunde? Die übernehmen den Job total gern und rangeln mit den Kleinen. Ganz viele wertvolle Interaktionen für alle Beteiligten und natürlich toll anzusehen. 

Warum sollte ein Hund eine Box kennenlernen?

Spätestens beim Auto fahren wird eine Box benötigt. Ja, es gibt auch die Anschnallmöglichkeit auf der Rückbank, aber das bedeutet Dreck und Verletzungsgefahr. Unsere Welpen kennen ab der 4. Woche auch Boxen. Statt der Wurfbox, die dann nicht mehr benötigt wird und nur Platz wegnimmt, kommt eine große Hundebox in den Auslauf. Ich wechsele die Boxen auch und stelle mal eine kleiner rein und auch mal die große Autobox. Da drin gibt es dann Spielzeug, Futter und Streicheleinheiten. Ab der 6. Woche nutzen wir das Auto und somit ist zumindest der Teil des Auto Fahrens nicht mehr schlimm für die Mäuse. 
Oder was ist wenn mein Hund verletzt ist und sich nur wenig bewegen darf? 
Ich bin also für Boxen, aber gegen stundenlangen Aufenthalt darin und für mich für Transporte und Krankheit sinnvoll. 

Warum sind Pawdreams Welpen oft schon fast stubenrein?

Also eine Garantie gebe ich dafür nicht und jeder Hund ist unterschiedlich, aber ...
nach dem wach werden, fressen und größeren Spieleinheiten bringe ich die Kleinen raus bzw. ab der 4. Woche gehe ich raus und rufe und sie kommen zu mir. Und natürlich belohne ich sie stimmlich und mit einem Streicheln, wenn sie draußen puschern. Und drinnen arbeite ich mit Unterlagen, auf die sie machen. Natürlich klappt es nicht immer, aber das liegt ja auch daran, ob der Mensch schnell reagiert. Ein Welpe muss wenn er muss und wenn Mensch halt grad einen Kaffee trinkt, ja dann geht es eben in die Hose, äh, auf den Teppich oder so :).

Warum laufen Pawdreams Welpen schon an der Leine?

Ich lasse die Welpen auch draußen frei laufen (natürlich nicht direkt an der Straße), da sie einen natürlichen Folgetrieb haben und mir und der Mama folgen. Dennoch müssen sie ja dann im neuen Zuhause oftmals an die Leine und daher gewöhne ich sie ab der 7. Woche schon mal an ein Geschirr und mache ganz kurze Einzeltrainings mit ihnen, so das sie verstehen was das Ganze bedeutet. Sie lernen an lockerer Leine neben mir zu laufen. Natürlich nicht perfekt und nur ganz kurz, aber es ist ein toller Anfang. Alles weitere müssen dann die neuen Besitzer fortsetzen. Aber wenn die Grundlagen stimmen ...

Geschirr oder Halsband?

Beides geht. Aber für einen Welpen oder auch älteren Hund, der nicht ordentlich an der Leine läuft geht für mich nur Geschirr. Der Zug auf den empfindlichen Hals ist unangenehm bis schädigend und von daher Halsband nur bei Hunden, die leinenführig sind. Welpen also immer mit Geschirr! Und nicht jedes Geschirr ist gut. Dazu später noch mehr.

Der Mini Aussie - ein Familienhund?

Meiner Meinung nach durchaus. Ich kann hier aber nur für meine Hunde sprechen. Ich gebe gut sozialisierte Welpen ab, den Rest muss dann aber die neue Familie machen. Es sind ca. 40% Gene und der Rest ist Erziehung. Da liegt also viel Verantwortung bei den Welpenkäufern. Auch hier das wichtigste: der junge Hund muss vor allem Ruhe lernen. Die Kinder in der Familie müssen lernen, den jungen Hund in Ruhe zu lassen. Der Hund braucht klare Grenzen und viel Liebe. Irgendwie klingt das wie Kindererziehung. Es ist sehr ähnlich meiner Meinung nach. Facebook & Co. befragen hilft da nicht, dafür aber gesunder Menschenverstand, beobachten und anpassen. 

Die Preise für Pawdreams Hunde

Warum verkaufe ich meine Hunde nicht für 1500,- Euro? Ganz einfach: Qualität hat seinen Preis und billig ist oft nicht gut, bzw. die Kosten kommen dann später, wenn der günstige Hund krank wird, weil er nicht von genetisch getesteten Elterntieren abstammt, nicht gut ernährt wurde etc. 
Reich wird man mit der Hundezucht ohnehin nicht. Reich im Herzen schon.

Warum hören Pawdreams Welpen schon auf ihren Namen?

Sobald ein Welpe fest reserviert ist und mir der neue Besitzer seinen zukünftigen Namen mitteilt, rufe ich den Kleinen damit. D.h. die Kleinen reagieren neben meinem allgemeinen Ruf 'Babiiiiiies' auf ihren neuen Namen. Da ist die Freude groß, wenn der kleine Welpe auf seinen (noch) fremden Besitzer bei der Abholung zuläuft, weil er seinen Namen hört.

Frühzeitige neurologische Stimulation beim Welpen (FNS) - Bio Sensor Stimulierung (Dr. Carmen L. Battaglia)


Mittlerweile ist es wissenschaftlich erwiesen, dass die Genetik nur zu 35% die Leistung eines Welpen bestimmt, die restlichen 65% sind abhängig von Training, Förderung, Ernährung und Stimulation des Welpen. Daher halte ich es für wichtig, diese Möglichkeit schon ganz früh zu nutzen.
Zum Verständnis dieser speziellen Förderung, lohnt sich ein Blick auf zahlreiche Studien mit Kindern und Jugendlichen. Kinder, welche in ihrer frühen Entwicklung nur geringe Stimulation, wenig Sozialisierung , Förderung und Reize in Familie und Umfeld erfahren durften, erzielten bei Vergleichstest was Intelligenz, Leistungsbereitschaft, Selbstwertgefühl und Stressresistenz deutlich schlechtere Ergebnisse als Kinder, die in einer abwechslungsreichen, liebevoll fördernden Umgebung aufwuchsen.

Es gibt mehrere Übungen, die mit den einzelnen Welpen vom 3. – 16. Lebenstag durchgeführt werden. Die Welpen befinden sich in der Zeit in der vegetativen Phase in der Augen und Ohren noch vollständig verschlossen sind.

Diese Methode wurde von der amerikanischen Armee für die Züchtung von Militärhunden entwickelt. Grundlage, auf der die “FNS” beruht, ist die Annahme, dass ca. 65% der späteren Leistungsfähigkeit des Hundes durch Ernährung, Erziehung und Führung bestimmt werden und nur ca. 35% genetisch bedingt sind. Jahrzehntelang wurde u.a. die Auswirkung der taktilen und thermischen Stimulation bei Welpen erforscht

Man geht davon aus, dass diese Stimulationen das Nervensystem des Welpen dazu zwingen, bereits sehr früh auf “Stress” zu reagieren, was sich positiv auf ihre zukünftige Stresstoleranz auswirkt. Nachgewiesen wurde dies in sogenannten “Problemlösetests” (z. B. Herausfinden aus in einem Labyrinth). Bei den Tests zeigten die stimulierten Welpen weniger Stresssignale als diejenigen, die nicht stimuliert worden waren.

Um das Nervensystem des Hundes bestmöglich zu beeinflussen, muss man 1x täglich folgende Übungen durchführen, die jeweils 3-5 sec. andauern sollen:

  1. Taststimulation:
    Der Züchter hält den Welpen in der einen Hand und stimuliert ihn mit der anderen mit einem Wattestäbchen zwischen den Zehen einer beliebigen Pfote.
  2. Aufrechte Kopfhaltung:
    Der Züchter hält den Welpen mit beiden Händen senkrecht zum Boden mit dem Kopf direkt über der Rute.

3.   Kopf nach unten halten:
Mit beiden Händen den Welpen so halten, dass der Kopf nach unten zeigt, senkrecht zum Boden. 

4.   Rückenlage:
Die Rückenlage – Den Welpen so halten, dass sein Rücken auf beiden Handflachen liegt und die Schnauze zur Decke zeigt. Die Welpe darf solange schlafen oder strampeln. 

  • Thermostimulation:
    Der Welpe wird mit allen Pfoten auf ein feuchtes Handtuch gesetzt, was mindestens 5 Minuten im Kühlschrank gekühlt wurde. Der Welpe soll nicht an der Fortbewegung gehindert werden!

Zusammenfassend ergeben sich folgende Vorteile des Bio-Sensor-Programms:

  • verbesserte Herzfrequenz und stärkere Herzschläge
  • stärkere Nebennieren
  • erhöhte Stresstoleranz
  • verbessertes Immunsystem
  • verbesserte soziale Fähigkeiten der Welpen
  • aktivere und erkundungsfreudigere Hunde

Diese fünf Übungen rufen eine neurologische Stimulation hervor, die normalerweise nicht in diesem frühen Lebensabschnitt vorkommt. 

Erfahrungen zeigen, dass sich die Welpen manchmal gegen diese Übungen wehren, ande­re zeigen sich unbekümmert. In jedem Fall ist für alle Vorsicht geboten, die diese Übungen anwenden wollen. Nicht öfters als einmal am Tag anwenden und die vorgeschlagene Zeit für eine Übung nicht überschreiten. Eine Überstimulation des neurologischen Systems kann nachteilige und schädliche Auswirkungen haben. Diese Übungen beeinflussen das neurologische System indem sie es, früher als erwar­tet, schlagartig aktiv werden lasst. Diese Aus­wirkung ist eine erweiterte Fähigkeit, später wird sie helfen, den Unterschied in seiner Leis­tungsfähigkeit auszumachen. Diejenigen, die routinemäßig mit ihren Welpen spielen und in der Hand nehmen, sollten dies weiterhin tun, denn die neurologischen Übungen sind kein Ersatz für regelmäßige Streicheleinheiten, Spielen, Sozialisierung oder Bindung. 

Bei Lerntests wurde festgestellt, dass stimu­lierte Welpen aktiver und erkundigungsfreudi­ger waren, als ihre nicht stimulierten Wurfge­schwister. 

In Bezug auf den Leistungstest wurden auch sekundäre Auswirkungen gefunden. In einfa­chen Problemlösungstests, Z. B. mit Umleitun­gen in einem Irrgarten, wurden die nicht stimu­lierten Welpen äußerst aufgeregt, winselten sehr viel und machten viele Fehler. Ihre stimu­lierten Wurfgeschwister waren durch die Testbedingungen weniger beunruhigt oder aufge­bracht und im Vergleich viel ruhiger in der Testumgebung. Sie begingen weniger Fehler und signalisierten nur gelegentlich Stressempfindungen.